• Auch wenn Sachsenhausen durch den Main von Frankfurt getrennt lag, war es von Beginn an ein Teil der Stadt.<br> Daher musste es auch nie, wie andere Orte, eingemeindet werden – was jedoch nicht bedeutet, dass man sich seit jeher zusammengehörig fühlte. Quelle: &copy; wikimedia.org
    Auch wenn Sachsenhausen durch den Main von Frankfurt getrennt lag, war es von Beginn an ein Teil der Stadt.
    Daher musste es auch nie, wie andere Orte, eingemeindet werden – was jedoch nicht bedeutet, dass man sich seit jeher zusammengehörig fühlte.

Heute sagt man auf der südlichen Mainseite augenzwinkernd, dass die Sachsenhäuser zwar Frankfurter, aber die Frankfurter nicht zwingend Sachsenhäuser seien. Mit dieser feinen, aber selbstbewussten Trennung weisen die Sachsenhäuser gerne darauf hin, wie stolz sie auf ihr Dribbdebach sind, auch wenn es in früheren Zeiten so war, dass der bessere Teil der Gesellschaft in Hibbdebach wohnte – also der Frankfurter Seite des Mains. Man geht davon aus, dass der Name Sachsenhausen auf dem mittelhochdeutschen Wort „Sasse“ basiert –

so wurden damals all jene Bewohner der Stadt genannt, die nicht über die vollen Bürgerrechte verfügten, sondern nur das kleine Bürgerrecht innehatten, also nur den Schutz einer größeren Stadt suchten oder dort ihren Wohnsitz haben wollten.

Auch die Bezeichnungen Dribbdebach und Hibbdebach stammen aus diesen Zeiten und leiten sich aus „hüben und drüben“ ab, was so viel bedeutet wie „hier auf dieser Seite“ und „auf der anderen Seite“.