• Wer das eiserne Christusbild am Brückenkreuz der Alten Brücke genauer betrachtet, wird in der rechten Wade der Figur eine Delle bemerken – eine unscheinbare Beule, die der Geschichte nach von einem Schuss herrührt. Quelle: © Historisches Museum Frankfurt am Main
Wer das eiserne Christusbild am Brückenkreuz der Alten Brücke genauer betrachtet, wird in der rechten Wade der Figur eine Delle bemerken – eine unscheinbare Beule, die der Geschichte nach von einem Schuss herrührt.

Im August 1635 kam es auf der alten Mainbrücke zu einem Gefecht zwischen kaiserlichen katholischen Soldaten und den Schweden, die seit 1631 mit dem schwedischen König Gustav Adolf Quartier bezogen hatten. Als dabei die Kaiserlichen die Oberhand gewannen und die Schweden zurückweichen mussten, schoss ein alter schwedischer Soldat auf das Gottesbild – wohl weil er dieses für den ungünstigen Verlauf des Kampfes verantwortlich machte. Doch der Erzählung nach war dies auch der letzte Schuss, den der erfahrene Soldat abgab: Die Kugel traf zwar und verbeulte die Figur, prallte jedoch zurück und traf den Schützen tödlich in die eigene Brust. Die Delle, die die Kugel in der eisernen Wade hinterlassen hat, ist bis heute noch zu sehen.