• Versteckt unter der Fahrbahn der Brückenrampe auf der Frankfurter Seite
    liegt der älteste noch erhaltene Teil der Alten Brücke: die fast 200 Jahre alten
    Fischergewölbe, die den Fischern als Liegeplatz für ihre Nachen dienten. Quelle: © Historisches Museum Frankfurt am Main
    Versteckt unter der Fahrbahn der Brückenrampe auf der Frankfurter Seite liegt der älteste noch erhaltene Teil der Alten Brücke: die fast 200 Jahre alten Fischergewölbe, die den Fischern als Liegeplatz für ihre Nachen dienten.

Hinter der unauffälligen Stahltür nahe des westlichen Brückenaufgangs, die kaum ein Spaziergänger, der am Frankfurter Ufer des Mains flaniert, bemerkt, verbirgt sich der älteste Teil der ehemaligen Alten Brücke: die Fischergewölbe. 1826 wurden diese großen, hintereinandergekoppelten Tonnengewölbe aus rotem Sandstein errichtet – zum einen als Unterkonstruktion der Rampe, zum anderen dienten sie als Liegeplatz für die kleinen, flachen Boote der Frankfurter Fischer.

Damals standen die Gewölbe im Wasser und waren durch schmale Stichkanäle mit dem Main verbunden, sodass die Fischer direkt vom Main aus dort einfahren konnten. Sie nutzten sie, um ihre Nachen, Materialien und Werkzeuge zu lagern sowie um dort ihre Boote zu reparieren oder ihre Netze zu flicken. Besonders praktisch aber waren mehrere Durchgänge an der Nordseite der Gewölbe, über die die Fischer direkt zu ihren Häusern in der Großen und Kleinen Fischergasse gelangten. Im Zweiten Weltkrieg wurden die Gewölbe am Mainufer genutzt, um dort die Möbel von ausgebombten Frankfurtern unterzustellen.

Bei Stadtführungen bietet sich auch heute noch ab und an die Gelegenheit, die alten Gewölbe zu betreten, ansonsten jedoch sind sie ungenutzt und stehen seit Jahrzehnten leer.

Nahe den Fischergewölben, östlich der Brücke, ist auch an der Mauer des Hochkais der Wasserstandsmesser angebracht, der den Frankfurter und den Rheinischen Schuh – damals übliche Längenmaße – mit dem metrischen System vergleichen.